Volle Gleise, aber leise!

FDP im zielführenden Diskurs mit dem Forum Bahnlärm

15. September 2023

Der Ausbau des Schienenverkehrs in Deutschland ist auf der politischen Agenda angekommen. Während im Personenverkehr vor allem das Deutschlandticket, der geplante Deutschlandtakt und Planungs-beschleunigungen beim Streckennetz für günstige und klimafreundliche Mobilität sorgen, lenkt das FDP-geführte Verkehrsministerium seine Aufmerksamkeit immer mehr auf den Güterverkehr. Somit wurde auch der langersehente streckenweise zweigleisige Ausbau der Verbindung Landshut-Plattling in die Wege geleitet.

Doch während sich der Verkehrsfluss auf dem 63 Kilometer langen Abschnitt künftig verdoppeln soll, müssen in diesem Zuge auch die Bedarfe der Anwohner beachtet werden. In Sorge vor einer drastischen Erhöhung der Lärmimissionen, riefen Anrainer der Strecke daher das „Forum Bahnlärm“ ins Leben, um auf die zunehmende Belastung durch Zuglärm, vor allem nachts, aufmerksam zu machen.

Deren Bedenken und Anregungen schenkt auch die Dingolfinger Kommunalpolitik zunehmend Gehör: Bürgermeister Armin Grassinger (UWG) und Stadtrat und Landtagskandidat Michael Limmer (FDP) waren daher kürzlich zu einem Informationsgespräch mit den Wortführern des Forums im Garten eines der Mitglieder zusammengekommen. Auf Einladung von Nicole Bauer, MdB (FDP), nahm auch der parlamentarische Staatssekretär Michael Theurer, MdB (FDP) teil.

Als parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium und Beauftragter für den Schienenverkehr hat sein Wort schließlich Gewicht im politischen Berlin. „Als ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Horb am Neckar weiß ich, wo kommunal der Schuh drückt. Auf der Schiene gab es in den letzten Jahrzehnten jedoch viel Stillstand, weshalb wir nun mit großen Investitionen vorangehen. Bei dieser Offensive zur Förderung des aufgegleisten Verkehrs kann es natürlich aber auch mal ruckeln“, ordnet Michael Theurer die Bemühungen des Verkehrsministeriums sachlich treffend ein.

„Der Ausbau der Schiene braucht Akzeptanz, wir wollen den Bürgern zuhören und ihren Problemen begegnen“, fügte Michael Limmer hinzu. Denn das Forum Bahnlärm spricht sich mitnichten gegen den Ausbau der Trasse aus, vielmehr steht die Lärmvorsorge im Vordergrund. Daher zeigten sich die Anwesenden Mitglieder Josch Schmitt, Ferdinand Schmidt, Roland Geiger, Irene Schels-Peisl und Werner Peisl auch erfreut ob der politischen Angebote. Zum einen erklärte sich Theurer bereit, die bisherige Einordung des Projektes hinsichtlich künftiger Lärmbelastungen nochmals wohlwollend prüfen zu lassen und mehr wissenschaftliche Daten zu erheben.

Zum anderen kündigte die Nicole Bauer die Einberufung eines runden Tisches an, der alle anrainenden politischen Mandatsträger entlang der Bahnstrecke zu einer parteiübergreifenden Initiative einladen soll, um so die Kernforderungen der Region bezüglich Lärm- und Erschütterungsschutz in den Planungs- und Entscheidungsprozess mit einfließen zu lassen.

„Unsere Resonanz zum Gespräch ist durchweg positiv, unsere Sorgen und Anregungen bezüglich des Lärm- und Erschütterungsschutzes wurden angehört und konstruktiv diskutiert. Durch das vorort stattfindende Gespräch konnte auch die Lärmbelästigung durch vorbeifahrende Güterzüge live erlebt werden“, ließ Werner Peisl stellvertretend für das Forum Bahnlärm abschließend wissen.

Somit war die Vernetzungsarbeit Limmers mit einem Zwischenerfolg gekrönt, denn das „Ja“ zum Bahnausbau in Bayern wird größer geschrieben denn je, der Blick auf die Anwohner und deren Sorge bezüglich Lärm- und Erschütterungsbelastung ist dabei unbedingt zu berücksichtigen.

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