OB-Wahl in Landshut: „Wir werden die Wahl gewinnen !“

FDP-Kandidat Putz kontert Attacken von CSU-Kontrahent Radlmeier

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Alexander Putz wurde seinen 120 Sympathisanten schon euphorisch als „künftiger Oberbürgermeister von Landshut“ angekündigt. Foto: FDP

Siegesgewiss und angriffslustig hat Alexander Putz, OB-Kandidat der FDP, am Mittwochabend seinen Wahlkampf offiziell beendet. Vor gut 120 Anhängern im „Zollhaus“ umriss der 53-Jährige zunächst letztmals die Grundzüge seines Wahlprogramms: Vom Straßenringschluss aus Weiterbau der B 15 neu und verlängerter Westtangente über eine Erhöhung der Steuereinnahmen durch Neuansiedlung von Wirtschaftsunternehmen bis hin zur Zusammenlegung von OB- und Stadtratswahl ab 2020 wiederholte Putz bekannte Forderungen. Anders als in den vergangenen Monaten ging der Liberale anschließend aber auch direkt auf seinen Stichwahlkontrahenten Helmut Radlmeier (CSU) ein – und konterte dessen Attacken betont sachlich.

Er habe mit „gewissem Erstaunen“ zur Kenntnis genommen, dass sich sein Mitbewerber „momentan mehr mit meiner Person als mit der Zukunft der Stadt beschäftigt“, so Putz. „Das will ich zwar nicht überbewerten. Aber auf einige Fragen, die da gestellt werden, möchte ich heute doch eingehen.“ Und so nahm Putz zu seinen von Radlmeier attestierten vermeintlichen Schwächen Stellung. Punkt eins: die Herkunft. „Ja, ich bin nicht in Landshut geboren“, räumte der FDP-Kandidat schmunzelnd ein. „Aber dieser Makel trifft auch auf rund 60 Prozent der hier gemeldeten Bürger zu.“

Die von seinem CSU-Rivalen angeprangerte fehlende landespolitische Vernetzung von Putz kommentiert dieser süffisant: „Wenn die Zuteilung von Fördermitteln an Städte tatsächlich vom Parteibuch des Oberbürgermeisters abhängig wäre, wäre das wirklich eine Schande für unsere Demokratie.“ Dafür aber gebe es in Bayern keine Anhaltspunkte. Schließlich seien von den zehn größten Städten derzeit nur zwei CSU-regiert. „Ich verspreche Ihnen daher: Auch unter einem FDP-OB Alexander Putz wird sich Landshut prächtig entwickeln.“

Dritter Kritikpunkt von Radlmeier: die mangelnde kommunalpolitische Erfahrung von Putz. „Ja: Wer zum ersten Mal OB wird, muss sich einarbeiten“, sagte der Liberale. „Aber das gilt ebenso für meinen Mitbewerber. Die Frage ist also, wer von uns sich schneller einarbeiten kann. Wem die Wähler das zutrauen, sehen wir am Sonntag.“ Nicht auf sich sitzen lassen wollte der FDP-Mann den vierten Vorwurf Radlmeiers. Der hatte ihn als „blendenden Redner“ bezeichnet, der womöglich „ein Blender“ sei. „Das müsste er selbst besser wissen, weil er mich seit Jahren kennt“, so Putz. Immerhin sei er Radlmeier für das Kompliment dankbar, ein „blendender Redner“ zu sein: „Das ist eine Kernkompetenz für jeden OB.“

Dass Putz diese Kompetenz ab Sonntag gut gebrauchen kann, davon scheint er überzeugt. Denn die rund 40-minütige Rede beendete er mit diesem Versprechen an seine euphorischen Anhänger: „Wir werden die Wahl gewinnen !“ -jv-

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(Quelle: Landshuter Zeitung vom 21.10.2016, Stadtteil Landshut)


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