OB-Wahl in Landshut: Putz will in die Verlängerung

FDP-Kandidat strebt über die Stichwahl Sprung auf den OB-Sessel an

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Im Aufwärtstrend wähnt sich FDP-Kandidat Alexander Putz. Foto: jv

Er galt noch vor einem halben Jahr als krasser Außenseiter, nun aber will Alexander Putz, OB-Kandidat der FDP, mit aller Macht in die Stichwahl. Bei seinem offiziellen Wahlkampffinale im Landshuter Hof blies der 52-Jährige deshalb am Mittwochabend nochmals zur Attacke. „Wir würden nach dem Wahltag am 9. Oktober gerne noch zwei Wochen weiterkämpfen“, sagte er. Am 23. Oktober, dem Tag der Stichwahl, soll dann der ganz große Triumph gelingen. „Ich möchte Ihr neues Stadtoberhaupt werden“, so Putz unter dem Applaus von rund begeisterten 70 Anhängern.

Wie zuversichtlich die Liberalen sind, unterstrich der einzige FDP-Stadtrat Norbert Hoffmann schon bei der Begrüßung. „Das ist heute nur der vorläufige Wahlkampfabschluss“, tönte er. Die Unterstützung und die Sympathie der Bevölkerung für Putz seien in den vergangenen Wochen „in unfassbarer Geschwindigkeit gestiegen“. Daher sei er heute optimistischer denn je, so Hoffmann: „Wir werden diese Wahl gewinnen. Landshut braucht einen klugen Pragmatiker an der Stadtspitze – das ist Alexander Putz.“

Der so gelobte Kandidat legte danach einen überzeugenden Auftritt hin. 45 Minuten lang umriss Putz – einmal mehr in freier Rede – seine bekannten Ziele. Oberste Priorität haben für ihn Investitionen in die Bildung und in eine bessere Verkehrsinfrastruktur. Dazu gehört für ihn neben einem schnellen Weiterbau der B 15 neu auch eine bis zur B 15 alt bei Hachelstuhl verlängerte Westtangente. „Dieser Ringschluss wäre die Lösung der Verkehrsprobleme für die nächsten Jahrzehnte.“

Als Oberbürgermeister wolle er als Impulsgeber für die Stadt wirken. „Dass ich das sein kann, habe ich in den vergangenen Monaten bewiesen“, so Putz selbstbewusst. Er erinnerte daran, schon bei seiner Nominierung vor rund einem halben Jahr einen neuen Bürgerentscheid zur Westtangente gefordert zu haben. „Da ist mittlerweile der eine oder andere Mitbewerber aufgesprungen.“ Auch mit der von ihm verlangten Zusammenlegung von OB-Wahl und Stadtratswahl ab 2020 habe er ein Thema gesetzt. An der Forderung hielt Putz am Mittwoch fest, denn: „Wer sich nicht zutraut, die Landshuter als OB in dreieinhalb Jahren von seinem Weg zu überzeugen, der sollte sich besser gar nicht um das Amt bewerben.“

Heftige Kritik übte Putz an den nach seinen Worten drastisch steigenden Kosten für das Biomasseheizkraftwerk. 2011 sei in einer ersten Schätzung von 13,5 Millionen Euro die Rede gewesen. Der Betrag sei sukzessive auf 23 Millionen Euro angewachsen. „Jetzt ist hinter vorgehaltener Hand von 50 Millionen Euro und mehr die Rede.“ Hoffmann habe in dieser Sache im Mai im Werksenat und im Plenum entsprechende Anfragen gestellt, bisher aber keine Antwort erhalten. Darüber hinaus lägen die Heizkosten für Fernwärme-Abnehmer bis zu 30 Prozent über denen von Gaskunden. Angesichts dieser Probleme müsse die Frage erlaubt sein: „Was haben wir da entschieden ?“

Zum Schluss gönnte Putz sich und seinen Anhängern noch einen Seitenhieb auf CSU-Kandidat Helmut Radlmeier. „Wenn man die vergangenen Monate ansieht, kommt es einem so vor, als wäre für die Beschaffung staatlicher Fördermittel zugunsten unserer Stadt ausschließlich der hiesige CSU-Stimmkreisabgeordnete zuständig“, so Putz. „Wenn dem tatsächlich so ist, sollten wir am Sonntag alle mithelfen, dass er auch künftig für uns im Landtag sitzt.“ -jv-

(Quelle: Landshuter Zeitung vom 07.10.2016, Stadtteil Landshut)


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