Wirtschaftliche Entwicklung im ländlichen Raum

Der FDP-Kreisvorsitzende Franz Egerer lud die Mitglieder im Kreisverband Dingolfing-Landau zu einem virtuellen Stammtisch. Thematisiert wurde primär die wirtschaftliche Entwicklung in Zeiten von Corona im ländlichen Raum. Als Experte war hierfür der Bundestagsabgeordnete und ehemalige Top-Manager Dr. Thomas Sattelberger aus München zugeschaltet.

„Ganz gleich ob Soforthilfen im März 2020, November- und Dezemberhilfen oder der lang-anhaltende Dauer-Lockdown. Die Liste der Versäumnisse seitens Regierungspolitik ist lange und nimmt zahlreichen Unternehmen die Luft zum Atmen. Dass nun die Auszahlungen aufgrund diverser Betrugsvorfälle komplett gestoppt werden muss, setzt dem Ganzen die Krone auf und ist aus liberaler Sicht nicht mehr zu ertragen,“ fasst Sattelberger das Staatsversagen im Hinblick auf eine desaströse Wirtschaftspolitik zusammen.

„Würde man in der freien Wirtschaft so arbeiten wie in den Bundesministerien, wäre das Scheitern vorprogrammiert. Zum Glück ist die deutsche und vor allem bayerische Wirtschaft nach wie vor ein Aushängeschild für unser Land. Der weltweit gute Ruf ist die Konsequenz harter und ehrlicher Arbeit die in den Unternehmen tagtäglich vor Ort geleistet wird “ lobt der Bundesabgeordnete die hiesigen Unternehmen.

„Im Hinblick auf die Folgen von Corona ist es entscheidend, dass in Deutschland die Wirtschaft weiter angekurbelt wird. Dazu müssen Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen finanziell entlastet anstatt belastet werden. Eine Steuererhöhung wäre Gift für die wirtschaftliche Belebung“ waren sich die Liberalen einig.

Sattelberger zeigte aus einer Regionalstudie auf, dass wirtschaftliches Wachstum im ländlichen Bereich meist mit der Entwicklung von gut ausgebauten und modernen Hochschulstandorten mit zukunftsträchtigen Studiengängen einher geht. Hier habe Dingolfing-Landau noch großes Potenzial, dass alsbald abgerufen werden sollte.

Folglich muss auch dafür gesorgt werden, dass attraktive Arbeitsplätze vor Ort entstehen. „Wir müssen verhindern, dass in Zukunft weiter junge, qualifizierte Personen in die Großstädte abwandern, weil wir hier zu wenige attraktive Arbeitsplätze, abseits der Automobilindustrie, schaffen können“ unterstrich Franz Egerer den breiten Konsens.

Gut erschlossene Büro- und Industrieflächen, Gründerzentren für Hochschulabsolventen und Bereiche des Handwerks, Fab-Labs oder Co-Working-Spaces können hier Innovation, Kreativität und Unternehmertum fördern und Unternehmen vor Ort wachsen lassen. „Natürlich ist hier auch eine sehr wohlhabende Kommune wie Dingolfing gefordert dies aktiv anzugehen und neue Wege zu gehen. Häufig kann man beobachten, dass Städte und Gemeinden mit gesunden Finanzen und Rücklagen hier wesentlich weniger aktiv sind als Kommunen die mangels Liquidität zur Innovation gezwungen werden“ stellte Sattelberger fest.

Einig waren sich die Liberalen auch darin, dass man die Innenstädte, den Einzel- und Fachhandel langfristig unterstützen und fördern muss. Der Gedanke, dass man beispielsweise Gründerzentrum, Co-Working-Spaces zentrumsnah ansiedelt, muss diskutiert und in Erwägung gezogen werden. Unter anderem könnte man dadurch die Aktivität in der jeweiligen Innenstadt, zumindest punktuell, ankurbeln.

Einen virtuellen Stammtisch wird man erneut im April abhalten. „Der Zuspruch und Mitgliederzuwachs ist so groß wie schon lange nicht mehr. Darüber freuen wir uns und möchten gerne auch in Zukunft die interessierten Bürgerinnen und Bürger in unsere Veranstaltungen einladen und sie weiter gerne animieren sich bei uns politisch zu engagieren“ so der Kreisvorsitzende Franz Egerer abschließend.


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