Claus Rothlehner tritt für die FDP bei der Bundestagswahl an

(v.l.): Die Mühldorfer Kreisvorsitzende Sandra Bubendorfer-Licht, MdB, der Rottaler Kreisvorsitzende Dominik Heuwieser (Unterdietfurt), der Oberpfälzer Bezirksvorsitzende Ulrich Lechte, MdB (Regensburg), Wahlkreis-Direktkandidat Claus Rothlehner (Eggenfelden), Listenkandidat Michael Limmer (Dingolfing), Niederbayerns Bezirksvorsitzende Nicole Bauer (Velden), MdB, und der Dingolfinger Kreisvorsitzende Franz Egerer (Foto: Nick Kelldorfner)

Die Liberalen sind startklar für den Wahlkampf: Claus Rothlehner aus Eggenfelden tritt als Direktkandidat für die FDP bei der Bundestagswahl 2021 im Wahlkreis 230 an. Der 38-jährige Diplom-Kaufmann und Geschäftsführer eines mittelständischen Handwerksbetriebs wurde von den Mitgliedern mit großer Mehrheit nominiert. Der 31-jährige Unternehmer und Dingolfinger Stadtrat Michael Limmer wurde als Listenkandidat aufgestellt. „Die FDP muss wieder vom Magenta-Minibagger zu einem Bulldozer für die soziale Marktwirtschaft werden“, forderte Rothlehner in seiner Vorstellungsrede am Sonntagabend im Schloßbräu Mariakirchen. Zum Wahlkreis 230 gehören laut Bundeswahlleiter die Landkreise Dingolfing-Landau, Rottal-Inn sowie die Verwaltungsgemeinschaften Gerzen und Wörth an der Isar im Landkreis Landshut.

Wie wichtig die Freien Demokraten die Aufstellungsversammlung nehmen, zeigte die Anwesenheit von drei Bundestagsabgeordneten aus drei bayerischen Bezirken, die Dominik Heuwieser, Kreisvorsitzender des federführenden Kreisverbandes Rottal-Inn, in Mariakirchen begrüßte. Unter der Wahlleitung des Oberpfälzer FDP-Bezirksvorsitzenden Ulrich Lechte (Regensburg) ging die Wahl über die Bühne. Als Schriftführerin fungierte Nicole Bauer, MdB und niederbayerische Bezirksvorsitzende. Aus Oberbayern war die Bundestagsabgeordnete Sandra Bubendorfer-Licht, Mühldorfer Kreisvorsitzende aus Ampfing, gekommen. Die FDP-Bezirksvorsitzende Nicole Bauer wies in ihrer Begrüßungsrede darauf hin, dass die Bundestagswahl 2021 eine wichtige Weichenstellung für Deutschland darstelle. Es gehe darum, dass den Menschen weiter die Chance haben müssen, mit ihren Talenten den Aufstieg in der Gesellschaft zu schaffen. Sandra Bubendorfer-Licht verwies darauf, dass die Politik Antworten auf wichtige Herausforderungen zu finden habe. „Es stehen spannende Zeiten bevor.“ Die Notstandsmaßnahmen des Corona-Jahres liefern laut Ulrich Lechte, Oberpfälzer FDP-Chef, der liberalen Bewegung eine Steilvorlage. Das Einfrieren der sozialen Marktwirtschaft hin zur Staatswirtschaft erfordern den ökonomischen Sachverstand der FDP, so Lechte.

Die FDP bietet laut Direktkandidat Claus Rothlehner den Kompass für Freiheit zur Verantwortung. Die Partei um ihren Vorsitzenden Christian Lindner habe den Kurs gehalten und die innere Balance gefunden. Das Individuum stehe weiter im Zentrum der liberalen Idee einer offenen Gesellschaft. „Jeder soll die Chance haben, mit Bildung, eigener Leistung, Fleiß und Mut den Aufstieg zu schaffen.“ Für die Menschen im Wahlkreis nehme besonders das Thema Mobilität einen breiten Raum ein. Viele Arbeitsplätze hingen von der Automobil- sowie der Zulieferindustrie ab. Hier sollte der Staat nicht die falschen Anreize über Steuervorteile für eine Antriebsart setzen. Technologieoffen sollte sich das beste Angebot für den Antrieb der Fahrzeuge im Wettbewerb durchsetzen, so der FDP-Bewerber, der seit zwölf Jahren bei der Partei ist. Der 38-jährige Diplom-Kaufmann ist verheiratet und hat eine Tochter.

Als Listenkandidat tritt Michael Limmer für die FDP an. Der 31-jährige Unternehmer sieht besonders im Bildungsbereich einen Mangel an Digitalisierung, der in der Corona-Krise offenbar geworden sei. Hier fehle der große Wurf der Regierung. In der Corona-Krise habe die Bundesregierung besonders die Soloselbstständigen vernachlässigt. Viele Selbstständige seien mit ihren gesunden Geschäftsmodellen in Existenznot geraten. Deshalb sollte der Staat erlauben, Gewinne aus den Vorjahren mit der Steuer des laufenden Jahres zu verrechnen, sagte Limmer, für die FDP im Dingolfinger Stadtrat sitzt und als Jugendbeauftragter fungiert. Der gelernte Sport- und Fitnesskaufmann ist verheiratet und hat einen Sohn.

Die beiden Kandidaten aus dem Wahlkreis 230 bewerben sich auf der FDP-Landesdelegiertenversammlung voraussichtlich am 21. /22. November 2020 in der Sparkassenarena in Landshut um einen möglichst aussichtsreichen Platz auf der bayerischen FDP-Landesliste. Als Delegierte für die Aufstellungsversammlung der bayerischen FDP-Landesliste wurden gewählt: Michael Limmer (Dingolfing), Matthias Tobler (Wallersdorf), Sascha Perkuhn (Dingolfing), Josef König (Pfarrkirchen), Claus Rothlehner (Eggenfelden), Phil Achter (Bad Birnbach). Als Ersatzdelegierte fungieren Dominik Heuwieser (Unterdietfurt), Nick Kelldorfner (Pfarrkirchen), Heidrun Groß (Dingolfing), Mario Lentner (Wörth/Isar), Manfred Kronbeck (Dingolfing) und Benjamin Biedermann (Landau a. d. Isar). Als Vertreter für den Kreiswahlausschuss wurden Josef König (Pfarrkirchen) und Dominik Heuwieser (Unterdietfurt) nominiert.


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