Gillamoos 2014: Leistung muss sich lohnen

Während der bayerische FDP Landesvater Albert Duin bei den Mautplänen von Seehofers CSU den Finger in die Wunde legt, analysiert und veranschaulicht die FDP Generalsekretärin Nicola Beer (MdL) die Machenschaften der derzeitigen Bundesregierung.

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FDP Generalsekretärin Nicola Beer (MdL) mit einigen Mitgliedern der FDP Niederbayern v.l. Siegfried Seidl, Michael Deller, Ernst Minarzick, niederbayerischer Bezirksrat Toni Deller, FDP Generalsekretärin Nicola Beer (MdL), Landesvorsitzender der FDP Bayern Albert Duin, Stellvertretende Bezirksvorsitzende Nicole Bauer, Kreisvorsitzender der FDP Kelheim Andreas Fischer, Kreisvorsitzender der FDP Landshut-Stadt Alexander Putz, Stellvertretende Bezirksvorsitzende Maria Raum und Albrecht Schöllhorn-Gaar

ABENSBERG – Die Liberalen versammelten sich am Gillamoos-Montag in der Musikwerkstatt in Abensberg zum politischen Frühschoppen.

Albert Duin verglich das trotzige Vorgehen von Seehofers CSU im Hinblick auf die Maut mit einem kleinen Jungen. Zitat: „Merkel, wenn ich die Maut nicht bekomme, spiel ich nicht mehr mit.

Weil Dobrindt so stümperhaft gewerkelt hat, hat Schäuble gleich das ganze Unsinnsprojekt an sich gerissen und will auch die deutschen Straßenbenutzer zahlen lassen. Obwohl die Bürgerinnen und Bürger jährlich bereits über KFZ-Steuer und Mineralölsteuer nahezu 50 Milliarden Euro zahlen.

Nun gut, vielleicht ist Seehofer bald beide los: die Haderthauer und die Maut.“

Die FDP ist sich auf jeden Fall einig, der Leistungsgedanke scheint bei dieser Bundesregierung deutlich unterentwickelt zu sein.

Zitat: „GroKo“ steht statt für große Koalition eher für großer Kollateralschaden, den die Herrschaften innerhalb von nicht einmal einem Jahr angerichtet haben. Seit diese Regierung an der Macht ist, wird mit Geld um sich geschmissen, als gebe es kein Morgen mehr. Den Menschen wird systematisch jede noch so kleine Entlastung wie die Verringerung der kalten Progression vorenthalten.“

fdp-Gillamoos-02Nicola Beer (MdL) bekräftigte:

„Mutti Merkel und Vati Gabriel umkreisen die Menschen wie Helikoptereltern ihre Kinder. Wie Kaa, die Schlange, es im Dschungelbuch bei dem kleinen Mogli versucht, kullern sie mit den Augen, singen einschläfernde Lieder und versuchen so, die Bürgerinnen und Bürger einzulullen und einzuwickeln. Mutti, Vati und Frau Nahles sorgen schon für Dich, lieber Bürger, singen sie. Diese Regierung, bestehend aus roten und schwarzen Sozialdemokraten, schafft keine Sicherheit, vielmehr gaukeln sie wie Kaa, die Schlange, nur eine Scheinwelt vor.

Mutti Merkel und Vati Gabriel wollen nur eins: Sie ziehen den Steuerzahlern schamlos das Geld aus der Tasche und verkaufen es dann als große Wohltat.“

Luxuswahlgeschenke bezahlt mit Steuergeld.

Auch die Rentenreform sei ein Bespiel dafür, es sei ein pures Jahrhundertwerk! Denn solch einen Unsinn habe in der Tat noch keine Regierung hinbekommen. Die abschlagsfreie Rente mit 63 von Frau Nahles sei eine Investition in die Vergangenheit statt in die Zukunft, stellte Beer fest.

Die Generalsekretärin führt aus „80.000 Euro – so viel kostet einen heute 13-Jährigen das Rentenpaket der Bundesregierung.“ Er werde nämlich bereits 80.000 Euro mehr in die Rentenkasse einzahlen, als er später einmal ausgezahlt bekommt wird.

So fährt sie fort: „Seit 1960 bis heute hat sich die Rentenbezugsdauer verdoppelt und die Zahl der Kinder halbiert. Das bedeutet mathematisch, dass entweder die Rentenhöhe drastisch sinken, das Eintrittsalter angehoben oder der Beitrag drastisch erhöht werden muss. Oder eine Kombination aus mehreren Komponenten. Und was macht Frau Nahles? Sie senkt das Eintrittsalter und verbraucht dafür alle Rücklagen aus den Beitragszahlungen, die die Menschen erarbeitet und eingezahlt haben.“

Diese Rente nutze nur einem kleinen Bevölkerungsteil. Sie beuge der Altersarmut nicht vor und belaste stattdessen die nachfolgenden Generationen mit immensen Summen.

Frau Beer (MdL) erklärte die finanzielle Situation Deutschlands wie folgt: „Müsste Deutschland bilanziert werden, so wie das jedes Unternehmen macht, dann müsste die sogenannte Rentenreform mit mehr als 800 Milliarden Euro in die Bilanz eingestellt werden. Das ist mehr als das Vierfache von dem, was die europäischen Schuldenstaaten Deutschland kosten könnten. Wo dieses Geld sein soll, sagt niemand.“

Deutschland braucht, so die Generalsekretärin weiter, mehr Flexibilität.

„Die Rentner sind so unterschiedlich wie die Menschen. Es gibt nicht DEN Einheitsrentner.

In manchen Berufen ist es aufgrund der hohen körperlichen Belastung nicht möglich, länger zu arbeiten. Aber genauso gibt es Menschen, die über das gesetzliche Rentenalter hinaus arbeiten WOLLEN!“

Deshalb wirbt die FDP für eine Abschaffung der starren Altersgrenzen in der Rente: Jeder Arbeitnehmer und jede Arbeitnehmerin soll ab dem 60. Lebensjahr selbst wählen können, ob er/sie in den Ruhestand gehen oder weiter arbeiten will.

Wer weniger gearbeitet hat, soll auch eine kleinere Rente bekommen.

Wer länger arbeitet, soll dafür mehr Geld erhalten.

„Wir müssen wieder unbedingt wieder darauf zurückkommen, dass Leistung belohnt wird“, fordert Nicola Beer (MdL).

Als Dank überreichten die beiden Stellvertretenden Bezirksvorsitzenden (v.l. Maria Raum und Nicole Bauer) die traditionellen Hopfenkränze an die Redner

Als Dank überreichten die beiden Stellvertretenden Bezirksvorsitzenden die traditionellen Hopfenkränze an die Redner. – von links Stellv. Bezirksvorsitzende Maria Raum, FDP Landesvorsitzender Albert Duin, Stellv. Bezirksvorsitzende Nicole Bauer, FDP Generalsekretärin Nicola Beer (MdL) und der Abensberger Ortsvorsitzender Dr. Heinz Kroiss


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