Fischer kontert: „Zu teuer“ ist kein Argument

Fischer kontert: „Zu teuer“ ist kein Argument

Seine Forderung, Stehplätze in Schulbussen abzuschaffen sorgt bei den Oppositionsparteien und in den Medien für Diskussionen. Dr. Andreas Fischer MdL weist die Kritiker darauf hin, dass die Ausgaben bei solchen Vorschlägen nicht allein entscheidend sein dürften. Stattdessen müsse ein Vorschlag erst einmal geprüft und dann abgewogen werden.

ABENSBERG. „Natürlich ist mir klar, dass es sehr viel kostet, wenn wir jetzt sofort in sämtlichen Schulbussen nur noch Sitzplätze ausweisen würden“, sagt der Abensberger Landtagsabgeordnete Dr. Andreas Fischer. Als verbraucherschutzpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion will er sich aber für die Sicherheit der Kinder in Schulbussen einsetzen und fordert daher Überlegungen, wie mittelfristig Stehplätze für Kinder abgeschafft werden können.

Prüfen, wo man ansetzen kann

„Ich verstehe, dass eine Forderung gerade auch in Zeiten des Wahlkampfes Wellen schlägt, doch ist das Argument der Kosten einiger Kollegen aus den Reihen der Oppositionsparteien nicht haltbar. Hier sollten die Kollegen einmal ihre eigenen Vorschläge zu vielen anderen Themen überprüfen“, entgegnet Fischer der Kritik. Der Abensberger Landtagsabgeordnete möchte eine Strategie zu mehr Sicherheit auf dem Schulweg und mit seinem Vorschlag einen ersten Schritt machen. Fischer ist sich bewusst, dass vermutlich nicht alles auf einmal umzusetzen sei. „Wir müssen prüfen, wo wir ansetzen können. Wichtig ist aber, dass wir überhaupt einmal anfangen und nicht erst dann alle die Finger heben, wenn etwas passiert ist“, macht der Verbraucherschutzpolitiker klar. Denkbar wäre seiner Ansicht nach auch eine Staffelung nach Gefahrenpotenzial wie beispielsweise einer Unterscheidung zwischen den Schulwegen auf dem Land oder in der Stadt.

Auch Schulbuspaten vorstellbar

Die in einem Kommentar in der Mittelbayerischen Zeitung vorgeschlagenen ehrenamtlichen Schulbushelfer greift Fischer gerne auf. „Vor einigen Monaten schon bin ich mit solch einem Vorschlag an das Schulamt in Kelheim herangetreten. Dabei habe ich auf ein gut funktionierendes Modell der Schulbuslotsen in der Gemeinde Kollnburg im Bayerischen Wald verwiesen.“ Das Modell der Schulbuspaten in Kollnburg wurde im vergangenen Jahr mit einem bayernweiten Förderpreis  von der TÜV-Süd-Stiftung ausgezeichnet. „Bei der Preisverleihung war ich damals dabei und habe mich von dem Projekt überzeugen lassen. Ich kann mir dies sehr gut auch im Landkreis Kelheim vorstellen.“ An der Grundschule Kollnburg werden Viertklässler zu Schulbuspaten ausgebildet und sind den jüngeren Schülern auf dem Schulweg behilflich.

Millionen Schulkinder legen deutschlandweit ihren täglichen Weg zur Schule mit dem Bus zurück, oft mit Schulpack eingepfercht wie Ölsardinen, so Dr. Andreas Fischer. Verglichen mit anderen Verkehrsmitteln, sei der Bus zweifellos eines der sichersten Schülerbeförderungsmittel. Dennoch: In 2.562 Schulwegunfällen (5,13 Prozent) ist der Schulbus als Verkehrsmittel laut Deutscher Gesetzlicher Unfallversicherung (DGUV) jährlich beteiligt. Jährlich werden mehr als 8.000 Kinder beim Busfahren verletzt.


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