FDP Rottal-Inn zuversichtlich für Bundestagswahl: Talsohle ist durchschritten

EGGENFELDEN (LANDKREIS ROTTAL-INN/jk) – Generationswechsel bei den Rottaler Freien Demokraten: Claus Rothlehner (34) ist neuer FDP-Kreisvorsitzende. Die Mitglieder wählten den Eggenfeldener Diplom-Kaufmann auf der Kreisversammlung am vergangenen Freitag in der Sportgaststätte Eggenfelden zum Nachfolger von Siegfried H. Seidl.

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Staffelübergabe bei der FDP: Claus Rothlehner (5. v. l.) übernahm den Kreisvorsitz von Siegfried H. Seidl (6. v. l.). Zur weiteren Vorstandschaft gehören (v.l.) Beisitzerin Theresia Rauschhuber, Schatzmeister Walter Gasslbauer, Beisitzer Bernhard Rauschhuber, Kreisvize Dominik Heuwieser sowie Kreisvize Josef König, Beisitzer Sigmund Stieber. Die stv. Bezirksvorsitzende Nicole Bauer leitete die Wahl. (Foto: Andreas Gruber).

Claus Rothlehner wurde bei nur einer Enthaltung einstimmig gewählt. Ohne Gegenkandidaten gewählt wurden: Dominik Heuwieser (Unterdietfurt) und Josef König (Pfarrkirchen) als stellvertretende Kreisvorsitzende, Schatzmeister: Walter Gasslbauer (Eggenfelden), Schriftführer: Stefan Probst (Bad Birnbach) sowie als Beisitzer: Theresia und Bernhard Rauschhuber (Gangkofen) sowie Sigmund Stieber (Eggenfelden). Als Kassenprüfer wurden gewählt: Nicole Bauer und Andreas Gruber (KV Landshut-Land).

In seiner inzwischen siebeneinhalb jährigen Mitgliedschaft hat Claus Rothlehner die Höhen (Bundestagswahl 2009 mit 14,6 Prozent) und Tiefen (Abwahl aus dem Bundestag) der FDP miterlebt. Nach wie vor gelte für ihn das Motiv für seinen Eintritt in die Partei: Sie setze sich für ein Menschbild ein, das den mündigen und eigenverantwortlichen Bürger in den Mittelpunkt stellt. Den anderen Parteien sei es nicht gelungen, die Nachfolge einer liberalen Partei anzutreten. Für die FDP zähle die Chancengerechtigkeit. Jeder Mensch, unabhängig von seiner Herkunft, Geschlecht, Rasse oder sexuellen Orientierung sollte die Möglichkeit haben, durch Bildung aufzusteigen. Für die Freien Demokraten sei nach wie vor ein schlanker Staat mit weniger Bürokratie ein politisches Ziel. Die Bürger müssten sich wieder stärker von „Über-Mutti“ Merkel emanzipieren, so Rothlehner. Für die Bundestagswahl 2017 gelte es mehr als die Hürde des Einzugs in den Bundestag in Angriff zu nehmen. „Es gibt genug liberale Themen“, sagte Rothlehner, der als Bezirksschatzmeister im Präsidium der FDP Niederbayern sitzt.

Kassenprüferin Nicole Bauer bescheinigte der Arbeit des bisherigen Kreisschatzmeisters Claus Rothlehner eine sehr gute Buchführung und ein lobenswertes Ergebnis.

Der 51-jährige Rechtsanwalt Siegfried H. Seidl hatte nach vier Jahren an der Spitze nicht mehr kandidiert. „Die Talsohle ist durchschritten“, stellte er in seiner Bilanz fest. Seidl erinnerte an den Auftritt von Bundes-Vize Wolfgang Kubicki 2013 vor 600 Zuschauern auf der Gerner Dult als einem Höhepunkt seiner Amtszeit. Nach der Abwahl aus dem Bundestag habe es sehr düster ausgesehen. Viele Handwerker und Mittelständler setzten inzwischen ihre Hoffnung wieder auf die FDP als Partei der wirtschaftlichen Vernunft. „Die Freien Demokraten haben überlebt. Es geht wieder aufwärts“, sagte Seidl.

Die stellvertretende Bezirksvorsitzende Nicole Bauer bedankte sich im Namen der niederbayerischen FDP bei Siegfried H. Seidl für sein Engagement als Kreisvorsitzender und Wahlkämpfer. Sie bedauerte, dass er nicht weiter für den Vorstand zur Verfügung stand. Er werde sich innerhalb der FDP aber in seinem Fachgebiet der Außenpolitik in die entsprechenden Gremien einbringen, versicherte Seidl.

Die Wahl der neuen Rottaler FDP-Vorstandschaft wurde von der stv. Bezirksvorsitzenden Nicole Bauer (Velden) geleitet. Andreas Gruber und Siegfried H. Seidl komplettierten den Wahlausschuss.


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