FDP Regen beteiligt sich am Tag der Wirtschaft, Pichelsteinerfest in Regen

Von Marken zu Marken-Machern

REGEN – Sehr interessante Vorträge waren beim Tag der Wirtschaft des Pichelsteinerfest zu hören. Auch jeder, der meint, er kenne den Landkreis Regen in- und auswendig, der kann beim „Tag der Wirtschaft“ des Pichelsteinerfests immer noch etwas dazulernen.

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Im Bild (von links): Gerhard Glockner, Karoline Probst, FDP-Kreisvorsitzender Mathias Baur und stellvertretende Bezirksvorsitzende Nicole Bauer

Zum Beispiel, dass das Papier, das die Kölln-Haferflocken frisch hält, aus dem Landkreis Regen kommt. Genauer gesagt aus der Papierfabrik Pfleiderer in Teisnach. Ebenso wie das Papier, das schöne Blumensträuße umhüllt, wasserfest und doch biologisch abbaubar ist.

„Die Wirtschaft im Landkreis brummt. Bei 2,7 Prozent Arbeitslosenquote, faktisch Vollbeschäftigung, ist das größere Problem gegenwärtig, geeignete Fachkräfte zu finden.“, berichtete der Landrat.

Im Mittelpunkt standen die beiden Fachvorträge von Manfred Brückl der Firma Pfleiderer und von Herbert Unnasch der Kreisentwicklungsgesellschaft ArberLand REGio GmbH.  Sie wurden von dem Pichelsteiner-Präsident Walter Fritz begrüßt.

Seit 134 Jahren stellt das Traditionsunternehmen Pfleiderer Papier her.  Viele Höhen und Tiefen zeichneten die Geschichte des Unternehmens und habe man sich immer wieder neu erfinden müssen; beziehungsweise das Papier neu erfinden müssen, wie Manfred Brückl berichtete. Von flammhemmenden Papier, Papier, mit dem man die Wrigley’s-Kaugummis aromabewahrend einpacken kann, Papier zum Einpacken von Butter oder von Mon Cheri-Pralinen bis hin zu dem Löschpapier in den Schulheften. All diese Produkte und noch vieles mehr kommen aus Teisnach. „Wir haben eine Exportquote von 60 Prozent“, so Brückl. „Aber ohne den Euro wären wir nicht konkurrenzfähig“, sagte Brückl. Denn Papierherstellung sei wegen der teuren Maschinen eine kapitalintensive, aber keine personalintensive Branche.

Größte Anstrengungen unternehme Pfleiderer gegenwärtig auch, um Papier als Ersatz für Kunststoffverpackungen auf dem Markt zu platzieren und so die Kunststoff-Flut ein wenig einzudämmen. „Verpackungen aus Papier sind nachhaltige Verpackungen, sie sind biologisch abbaubar oder wiederverwertbar, im Unterschied zu Verpackungen aus Kunststoff-Folien oder Folienverbünden“, so Brückl.

Pfleiderer ist eine Marke, und Herbert Unnasch will, dass der Landkreis Regen auch eine starke Marke wird. Das ist eines der Ziele der Kreisentwicklungsgesellschaft, deren Geschäftsführer Unnasch. „Wir müssen das Selbstbewusstsein stärken, wir müssen uns klar machen, was wir alles haben, an Freizeitwert, an hochklassigen Unternehmen“, sagte Unnasch. Ob die Arbeit der ArberLand REGio GmbH schon wirkt? „Schwer zu sagen“, meinte Unnasch, aber es gebe schon Indizien: Der Kreistag aus dem oberbayerischen Miesbach kommt, um sich die GmbH-Arbeit näher anzusehen, die Zahl der Studenten, die sich Themen aus der Region für ihre Abschlussarbeiten suchen, steigt, höherklassige Sportvereine fragen bei Firmen aus der Region wegen Sponsoring an. „Es gibt Indizien, die belegen, dass wir nicht auf dem Holzweg sind“, meinte Unnasch.

Rechtzeitig  vor dem Ausmarsch zum Pichelsteineressen beendete Walter Fritz die Veranstaltung.

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Im Bild (von links): FDP-Kreisvorsitzender Mathias Baur, stellv. Bezirksvorsitzende Nicole Bauer, Karoline Probst und Gerhard Glockner.

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Gerhard Glockner vor dem Festwagen der Privatbrauerei Falter aus Regen.

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Ausmarsch zum Pichelsteiner Essen am Stadtplatz Regen

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Ausmarsch des Festkochs mit Gefolge …

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