FDP Niederbayern sieht die Landwirtschaft als tragende Säule des ländlichen Raums

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FDP Niederbayern mit Bezirksvorsitzenden Alexander Fürter (8.v. l.), Bezirksrat Toni Deller (2.v.l.), Referent und Bürgermeister Rainer Erdel (5.v.l.) sowie den beiden stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Christian Neulinger (6.v.l.) und Nicole Bauer (9.v.l.).

Die FDP Niederbayern spricht sich klar für den Erhalt der vielfältigen Landwirtschaft bestehend aus kleinen, mittelständisch geprägten und großen bäuerlichen Betrieben aus. Konventionell erzeugte Lebensmittel spielen dabei eine ebenso große Rolle wie Bio-Produkte. Die Liberalen treten für den Abbau der stetig anwachsenden Bürokratie im landwirtschaftlichen Bereich ein und fordern, dass der Agrarpolitik wieder mehr Beachtung geschenkt wird. Dies war die klare Botschaft des Dreikönigstreffens der niederbayerischen Liberalen in Bogenberg.

Als Referent zum Thema „Liberale Landwirtschaft“ war der liberale Bürgermeister Rainer Erdel aus Dietenhofen gekommen. Er ist selbstständiger Landwirt, Landwirtschaftsmeister und Fachmann im Bereich der Landwirtschaftspolitik. Für ihn ist es essentiell, dass die Landwirtschaft wieder liberal wird und dass der freie Bauer nicht nur auf dem Papier existiert. „Die Agrarpolitik ist wichtiger denn je“, appellierte Erdel, bedauerte jedoch gleichzeitig, dass dies sich nicht ausreichend im aktuellen politischen Diskurs wiederspiegelt.

Landwirte sind gute Unternehmer

„Landwirte sind in der Regel gut ausgebildet und der größte Teil der landwirtschaftlichen Betriebe wird von Betriebsleitern geführt, die Meisterprüfungen oder eine akademische Aus- und Fortbildung besitzen. Die Insolvenzrate bei den landwirtschaftlichen Betrieben ist gering und es kann deshalb mit Fug und Recht behauptet werden: Landwirte sind gute Unternehmer.“, so der liberale Bürgermeister.

Kritisch sehen die Landwirte, die zunehmende externe Einflussnahme in ihr unternehmerisches Handeln. Nicht mehr die gute fachliche Praxis bestimmen häufig das Handeln, sondern gesetzliche Vorgaben, die mit der fachlichen Praxis nicht einhergehen. Deshalb steigt der Unmut unter den Landwirten über staatliche Gängelung und zunehmende Bürokratie. Besonders störend empfinden die Landwirte die diffusen Vorwürfe unterschiedlicher Akteure, welche die Arbeitsleistung, das Wissen, die Investitionsbereitschaft und vor allem das Verhältnis zu den Produktionsgrundlagen Boden, Wasser und den Umgang mit Tieren in ein fragwürdiges Licht rücken.

Auch werde häufig versucht, die Landwirtschaft in einen guten (= ökologischen) und einen schlechten (= konventionellen) Bereich zu trennen und diese Bewertung in der Gesellschaft zu verankern.

Die Freien Demokraten sind gegen diese, ideologisch motivierte, Etikettierung und sind der Meinung, dass die Verbraucher selbst entscheiden sollen, welche Lebensmittel sie essen möchten.

Eingeleitet wurde das gut besuchte, traditionelle Dreikönigstreffen der FDP Niederbayern mit den Grußworten des FDP-Bezirksvorsitzenden Alexander Fürter und der lokalen Kreisvorsitzenden Monika Rauschendorfer aus Straubing-Bogen. „Wir sind Freie Demokraten und im Herzen liberal“, betonte Fürter. Die FDP stünde für ein offenes und tolerantes Land mit Recht auf freie Meinungsäußerung und Recht auf Demonstrationsfreiheit. Dialog gehe vor Profilierung von extremer Gesinnung auf den Rücken von Flüchtlingen und Religionen, so der Bezirksvorsitzende weiter.

Grußwort Rauschendorfer

Ein Grußwort sprach Straubing-Bogens FDP-Kreisvorsitzende Monika Rauschendorfer (links) aus Mariaposching; daneben der Bogener Altbürgermeister Elmar Eckl und der Referent, Bürgermeister Rainer Erdel (von links) aus Dietenhofen (Mittelfranken).

Monika Rauschendorfer wies in Ihrem Grußwort auf die Kreistagswahl hin, die am 1. Februar 2015 im Landkreis Straubing-Bogen wiederholt werden muss. Der landesweit Aufsehen erregende Wahlskandal machte die Wahlwiederholung im Landkreis notwendig. Monika Rauschendorfer sieht im Zusammenhang der Briefwahl Aufklärungsbedarf.

Anschließend erinnerte die stellvertretende Bezirksvorsitzende und Landesvorstandsmitglied Nicole Bauer an verstorbene Mitglieder, die sich mit Tatkraft für die FDP einsetzt haben. Besonders wurde an die beiden verstorbenen Bundestagsabgeordneten Dr. Max Stadler aus Passau und Hans Paintner aus Tiefenbach (Kreis Landshut) gedacht. Dr. Max Stadler war von 1994-2013 im Bundestag und zuletzt parlamentarischer Staatssekretär Bundesministerium der Justiz. Hans Paintner war der erste niederbayerische FDP-Abgeordnete im deutschen Bundestag (1976-1994) und der Gründer des Dreikönigtreffens der FDP Niederbayern am Bogenberg. Mit dem damaligen Bundeslandwirtschaftsminister Josef Ertl, dem Gründer der landwirtschaftlichen Krankenkasse, setzte er viele Belange der Region durch. Jeder Mensch war für ihn wichtig. „Wie für Hans Paintner damals ist auch für die FDP Niederbayern heute klar, dass die Landwirtschaft die tragende Säule des ländlichen Raums ist.“, so Bauer.

Vor dem offiziellen Dreikönigstreffen auf dem Bogenberg fand bereits ein Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Bundestagsabgeordneten und Mitglieder der FDP Niederbayern in der Pfarrkirche statt.


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