FDP Landshut-Stadt: Alexander Putz schielt auf OB-Sessel

Nach Aus im Rennen um Landesvorsitz: FDP Stadtchef gibt sich kämpferisch

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FDP Stadtchef Alexander Putz

Der Parteitag der Bayern-FDP endete für Alexander Putz mit einer Enttäuschung: Der Stadtvorsitzende der Liberalen unterlag in einer Kampfabstimmung um den Chefposten Amtsinhaber Albert Duin deutlich. Nur knapp 26 Prozent der Delegierten hatten sich für Putz ausgesprochen. Nun könnte er eine neue Herausforderung suchen. Gegenüber der LZ ließ der FDP-Politiker gestern jedenfalls durchblicken, dass er sich eine Kandidatur bei der OB-Wahl 2016 gut vorstellen kann.

Seine Niederlage vom Wochenende trägt Putz derweil mit Würde: „Es sind zwar weniger Stimmen geworden als ich mir erwartet hatte“, räumte er ein. „Dennoch bin ich zufrieden.“ Er betonte, auch künftig mit Duin zusammenarbeiten zu wollen. „Wir haben zuletzt eine sehr sachliche Auseinandersetzung geführt. Ab sofort ziehen wir aber wieder an einem Strang – für den Erfolg der bayerischen FDP.“

Inhaltlich bleibt Putz freilich bei seinen Kritikpunkten am alten und neuen Parteichef. Diese werde er ihm auch in einem persönlichen Gespräch nochmals vortragen. Denn Duin habe zwar an der Basis sehr gute Arbeit geleistet und nach den schweren Niederlagen bei den Bundestags- und Landtagswahlen 2013 für neue Motivation gesorgt. Nach außen aber sei die FDP zu wenig präsent, findet Putz. „Wir müssen uns vor allem bei den landespolitischen Themen stärker positionieren und als außerparlamentarische Opposition die Arbeit der Staatsregierung kritisch begleiten.“

Ansatzpunkte gebe es für seine Partei genug. So nannte Putz das Hin und Her der CSU bei etlichen großen Infrastrukturprojekten wie der B 15 neu oder der dritten Startbahn am Flughafen München. Auch die Schuldentilgung im Freistaat stocke – trotz Steuereinnahmen in Rekordhöhe, rügte der FDP-Politiker. Sein Motto laute daher: „Klopfen wir uns selbst weniger auf die Schultern und den anderen mehr auf die Finger.“

Was seine persönlichen Ambitionen auf ein überregionales Mandat betrifft, hielt sich Putz bedeckt. „Darüber werden zu gegebener Zeit die zuständigen Parteigremien entscheiden. Jetzt aber wird erst mal gearbeitet.“ Angesprochen auf eine mögliche Kandidatur bei der Oberbürgermeisterwahl 2016, wagte sich der FDP-Chef indes doch ziemlich weit aus der Deckung. „Grundsätzlich kommt das für mich schon in Frage. Aber auch das ist natürlich Sache der Mitglieder.“ Für ihn sei allerdings klar, dass die Liberalen einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken sollten. „Dann könnten wir mit unseren Vorstellungen zur Stadtpolitik auch öffentlich durchdringen.“ Denn das mediale Interesse werde sich im kommenden Jahr auf den Wahlkampf konzentrieren, sagte Putz. „Da müssen wir dabei sein.“ -jv-

(Quelle: Landshuter Zeitung vom 25.11.2015 – Rubrik Landshut-Stadt)


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