Eigenverantwortung – Eckpfeiler der FDP-Gesundheitspolitik

BAD FÜSSING (LANDKREIS PASSAU) – Die Hamburger FDP-Wahlsiegerin Katja Suding, Vorsitzende der FDP-Fraktion und stellvertretende Bundesvorsitzende ihrer Partei, kam bereits einen Tag vor ihrer Rede auf dem Karpfhamer Fest nach Bad Füssing. Dr. med. Johannes Zwick hatte beim FDP-Sommerfest in München, auch in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Arbeitskreises Gesundheitswirtschaft des Wirtschaftsbeirates Bayern, Katja Suding eingeladen, Einrichtungen und Indikationen in Europas erfolgreichstem Kurort kennenzulernen. Nach der FDP-Kundgebung in Karpfham kam auch die bayerische FDP-Führungsmannschaft ins Johannesbad.

Foto zur Gesundheitspolitik

Erinnerungsfoto mit FDP-Spitzenpolitikern nach der Kundgebung in Karpfham vor der Johannesbad Bäderlandschaft (v.l.): Albert Duin, Vorsitzender FDP Bayern, Claudia Eilhauer, stellvertretende Klinikleiterin Fachklinik Johannesbad, Maxi Beyer, zentrales Vertragsmanagement Johannesbad-Kliniken, Landtagsabgeordneter a.D. Thomas Hacker, Präsident der Thomas-Dehler-Stiftung, Johannesbad-Vorstandsvorsitzender Dr. med. York Dhein, Katja Suding, stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende, Rechtsanwältin Bettina Illein, Kreisvorsitzende FDP Passau-Land, Professorin Dr. med. Astrid Krückhans, Chefärztin Orthopädie Fachklinik Johannesbad, und Rechtsanwältin Lenka Brázdilová, Vorsitzende Junge Liberale Passau. − Foto: Maier

Hier begrüßte Vorstandsvorsitzender Dr. med. York Dhein die Gäste und stellte die Geschichte von Bad Füssing vor. Nach dem obligatorischen Erinnerungsfoto an der Bäderlandschaft und einer Führung durch die diagnostischen und therapeutischen Einrichtungen der Fachklinik Johannesbad wurden beim gemeinsamen Essen auch aktuelle politische Themen, vor allem im Bereich der Gesundheitspolitik, diskutiert.

Rechtsanwältin Bettina Illein, FDP-Kreisvorsitzende Passau-Land und Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes Pocking/Bad Füssing, informierte über Anliegen zur Zukunftssicherung der Kurorte, im Besonderen über die Situation in Bad Füssing. Es gelte unter anderem verstärkt, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Prävention den optimalen Möglichkeiten und Angeboten in den Kurorten anzupassen. Bad Füssing sei mit vorbildlichen Einrichtungen, wie sie unter anderem in den Kurmittelhäusern der drei Thermen geboten würden, ein effektives Zentrum für Vorsorge und Vorbeugung. Das heilende Thermal-Mineralwasser habe als tragende Säule den guten Ruf Bad Füssings, auch bei der erfolgreichen Behandlung der so genannten Volkskrankheiten begründet. Es gelte, die politischen Entscheidungsträger aller Parteien verstärkt über die gesundheitspolitischen Möglichkeiten der Kurorte aufzuklären. In den Heilbädern und Kurorten sei einschließlich des medizinischen Fachpersonals mit bestens ausgebildeten Kurärzten und Therapeuten alles vorhanden, was Vorbeugung und Heilung ermögliche.

Albert Duin, Vorsitzender der FDP Bayern, stellte in der Diskussion das Ziel seiner Partei vor ein für alle bezahlbares, zukunftsfestes Gesundheitswesen zu schaffen, das Raum für Gestaltungsfreiheit und Eigenverantwortung lasse. Dabei sollten die Möglichkeiten des Wettbewerbs im Sinne effektiver und qualitativ guter Lösungen genutzt werden. Wettbewerb und gute medizinische Versorgung gehörten für die FDP zwingend zusammen. Dabei stehe die Verbesserung der Versorgung der Patienten im Mittelpunkt. Entscheidend für eine gute medizinische Versorgung seien auch bessere Arbeitsbedingungen für die im Gesundheitswesen Tätigen. Eine Kultur des Misstrauens sei unangebracht.

Katja Suding, stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP, sprach zum Thema Gesundheit die Verantwortung des einzelnen Menschen an. Es sei erfreulich, dass durch Präventionsmaßnahmen, beispielsweise in den Kurorten, viele Krankheiten gar nicht entstehen. Staatliche Aufgabe sei vor allem die Aufklärung und Unterstützung präventiver Maßnahmen. Gesetzliche Reglementierungen dürften nicht so weit gehen, dass der Einzelne aus seiner Verantwortung für die eigene Gesundheit entlassen werde. Suding informierte ausführlich über liberale Anliegen zur Gesundheitspolitik, die nicht nur Verantwortung, sondern auch Handlungsfreiheit der Menschen einschließe.

Professorin Dr. Astrid Krückhans, Chefärztin Abteilung Orthopädie Fachklinik Johannisbad, stellte Aufgaben und Indikationen ihres Fachbereiches vor und Dr. Dhein informierte über Rehabilitationsangebote der Bad Füssinger Kliniken. Er appellierte dabei an die politischen Entscheidungsträger, die Bedeutung der Rehabilitation als ganzheitliche Leistung zur Förderung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten in die politische Arbeit einzubeziehen sowie qualitäts- und zukunftssichernde Maßnahmen in der Gesetzgebung zu fördern.

Landtagsabgeordneter a.D. Thomas Hacker, Präsident der Thomas-Dehler-Stiftung und Bezirksvorsitzender der FDP Oberfranken, informierte über Aufgabenschwerpunkte des liberalen Bildungswerks, das der geistigen Auseinandersetzung verpflichtet sei. Claudia Eilhauer, stellvertretende Klinikleiterin, informierte über Belegung und Indikationen der Fachklinik Johannesbad.

von Rudolf G. Maier

(Quelle: Passauer Neue Presse vom 04.09.2015)


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