Dr. Heinz Kroiss einstimmig zum FDP-Landratskandidaten gewählt

LANDKREIS KELHEIM – Der 59-Jährige Allgemeinarzt Dr. Heinz Kroiss (Abensberg) wurde am Mittwoch einstimmig zum FDP Landratskandidaten nominiert. Er praktiziert seit über 30 Jahren im Landkreis, ist verheiratet, hat vier Kinder und fast drei Enkel. Seit 14 Jahren ist Dr. Kroiss Kreisrat und Stadtrat Heinz Kroissin Abensberg.

Der FDP -Politiker hob bei seiner Vorstellungsrede seine drei Kernthemen hervor.

Der Allgemeinarzt steht hinter den beiden Krankenhäusern. Allerdings brauche es Weitblick, um sie für die Zukunft gerüstet aufzustellen und die Defizite abzubauen. Für Dr. Kroiss müsse eine  Notfallversorgung gewährleistet sein. Außerdem wäre eine Abteilung für Geriatrie zukunftsweisend.

Bei der Erstellung von Konzepten müsse mit Verstand gehandelt werden. „Es ist unerlässlich die Erfahrungen der langjährigen Kräfte vor Ort einzubeziehen. Nur auf Beratungsfirmen zu hören, die von außen Defizite feststellen, die ja bereits bekannt sind, wird die Probleme nicht lösen.“

Dr. Kroiss fehlt außerdem das Herz in dieser Thematik: „Es ist wichtig, die Leute vor Ort mitzunehmen. Die aktuellen massiven Finanzprobleme der Ilmtalklinik sind u.a. auch dadurch bedingt, dass dies zumindest in Pfaffenhofen nicht gelungen ist. Die gefühlte „feindliche Übernahme“ der dortigen Abteilungen hat zur Massenkündigung von Ärzten geführt, die durch extrem teure Aushilfen ersetzt werden mussten. Den Landkreis wird dies 2015 fast 1 Mio. Defizit kosten.

Weitblick, Verstand und Herz – hierfür will sich der FDP -Kreisrat auch im Bereich des ÖPNV und der. Verkehrspolitik einsetzen. Für ihn müsse  – trotz  schwieriger Rahmenbedingungen-  mehr gemacht werden.

„Eine vernünftige Taktung  des Linienverkehrs ist für einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr Voraussetzung.“, so Dr. Kroiss. Die Zahl der Linien müsse deutlich erhöht werden, damit Bürger wissen wann ihr Bus erreichbar ist und ihr Auto stehen lassen und um Jungen, Alten und sozial Benachteiligten einen besseren Zugang zu Mobilität zu geben.

Um dies zu erreichen müssten unter anderem Schülerverkehr und Werksverkehr so weit wie möglich mit eingebunden werden und innovative Modelle wie ein lokaler Bürgerbus gefördert werden.

Ein drittes Anliegen ist dem Kreisrat die Art und Weise wie auf Kreisebene Politik betrieben wird.

„Ich möchte die Bürger durch mehr Transparenz mitnehmen.“ Er wünscht sich mehr offene Diskussionen, selbst wenn dies mühsamer sei. Für Dr. Kroiss sei es selbstverständlich, dass endlich Ausschusssitzungen und Kreistagssitzungen live im Internet übertragen werden.  Ein Beispiel für unglückliche Entscheidungsabläufe sei z.B. die Entscheidung für den Neubau des Landratsamtes gewesen.

Am Schluss fasste der Kandidat zusammen:  Der Dreiklang: „ Weitblick, Herz und Verstand“  ist für ihn Leitlinie seiner Politik genauso wie seines Berufslebens und seiner persönlichen  Lebensgestaltung. Er bat die anwesenden Parteifreunde, sowie alle Landkreisbewohner um Unterstützung durch Anregungen, als auch Kritik.


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