Christoph Zeitler als FDP-Direktkandidat im Wahlkreis Rottal-Inn nominiert

Hochschulprofessor tritt im Wahlkreis Rottal-Inn an / Wiedereinzug oberstes Ziel

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Prof. Dr. Christoph Zeitler (Mitte) tritt für die FDP im Wahlkreis Rottal-Inn bei der Bundestagswahl 2017 an. Der Wiedereinzug ist oberstes Ziel für die Kreisvorsitzenden Franz Egerer (Dingolfing-Landau/links) und Claus Rothlehner (Rottal-Inn). Foto: privat

Prof. Dr. Christoph Zeitler (56) ist als Direktkandidat der  Freien Demokraten für die Bundestagswahl 2017 gewählt worden. Die Mitglieder aus dem Bundestagswahlkreis 230 Rottal-Inn wählten Zeitler mit großer Mehrheit kürzlich im Brauereigasthof „Egerer“ in Großköllnbach. Der Wahlkreis setzt sich aus den beiden Landkreisen Dingolfing-Landau und Rottal-Inn sowie erstmalig aus einem kleinen Teil des Landkreises Landshut zusammen.

„Wir sind die Partei der sozialen Marktwirtschaft, der Bürgerrechte und der Bildung“, leitete Zeitler seine Vorstellungsrede ein. Viele Menschen fühlten sich durch wachsenden Bürokratismus bevormundet. Die Freien Demokraten verstehen sich als eine Lobby für die Freiheit. „Im Deutschen Bundestag fehlt eine Stimme der Vernunft, neben den linken und rechten Populisten und neben dem sozialdemokratischen Einheitsbrei unterschiedlicher Farbschattierungen.“

FDP hat dazu gelernt

Zeitler bekannte sich selbstkritisch dazu, dass die FDP in der schwarz-gelben Regierungszeit viel zu wenig von ihren Wahlversprechen umgesetzt hat und versprach für die Zukunft: „Inhalte und Überzeugungen sind wichtiger als Regierungsposten und Dienstwagen. Die Freien Demokraten haben dazu gelernt.“

Zeitler stellte in einer engagierten Vorstellungsrede seine inhaltlichen Schwerpunkte vor und warb für freiheitliche Lösungen. Steuersenkungen und ein Abbau der Verschuldung bleiben für die FDP weiterhin ein wichtiges Thema. Zeitler forderte deshalb die sofortige Abschaffung des Solidaritätszuschlages. Außerdem müsse die Erbschaftsteuer weg, ohne wenn und aber. „Die Erbschaftsteuer ist ungerecht und mittelstandsfeindlich. Ihre Abschaffung ist die liberale Alternative zum Rot-Schwarz-Grünen Murks.“

„Grenzöffnung klarer Rechtsbruch“

Zeitler setzte sich auch kritisch mit der rot-schwarzen Flüchtlingspolitik auseinander. Die Merkel’sche Politik einer unkontrollierten Grenzöffnung war ein klarer Rechtsbruch, der sich nie mehr wiederholen dürfe. Rund 300.000  Flüchtlinge leben in Deutschland von denen wir nicht wissen, wer sie sind, woher sie kommen und was sie tun. „Liberale dulden keine Parallelgesellschaften, in denen ein eigenes Recht herrscht, das Kinderehen und Zwangsheiraten zulässt, Gewalt aus Gründen der Familienehre toleriert, Minderheiten diskriminiert oder die Gleichberechtigung von Mann und Frau ablehnt“. Die Freien Demokraten stehen zu einem vorübergehenden humanitären Schutz für Kriegsflüchtlinge, den wirksamen Schutz der EU-Außengrenzen statt einer Abhängigkeit von der Erdogan-Türkei und fordern ein modernes Einwanderungsgesetz mit einem Punktesystem nach kanadischem Vorbild. „Als überzeugter Rechtsstaat-Liberaler sage ich: Zentral für die Glaubwürdigkeit des Rechtsstaates ist die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber. Eine konsequente Abschiebepraxis sowie robuste Rückkehrabkommen mit den Heimatländern sind unverzichtbar.

Angesichts der aktuellen Debatte stellte Zeitler klar: „Nicht Deutschland muss sich zuerst verändern, sondern viele Flüchtlinge werden sich verändern müssen. Unsere freiheitliche Verfassung und Gesellschaftsordnung sind nicht verhandelbar, das Erlernen der deutschen Sprache ist unverzichtbar.“ Außerdem forderte Zeitler, dass Flüchtlinge von Beginn an ehrenamtliche Arbeit leisten sollten. Das fördere die Integration, sei aber auch eine Gegenleistung für die empfangenen Sozialleistungen.

Wiedereinzug oberstes Ziel

„Der Wiedereinzug in den Deutschen Bundestag ist das obersten Ziel für die Liberalen“, so Franz Egerer, FDP-Kreisvorsitzender im Kreis Dingolfing-Landau. Der Rottaler Kreisvorsitzende Claus Rothlehner: „Einen bessere Kandidaten hätten wir uns nicht wünschen können, wir freuen uns auf Berlin.“

Den Wahlkreis 230 Rottal-Inn vertreten als Delegierte bei der Aufstellung der bayrischen Landesliste der FDP für die Bundestagswahl Franz Egerer, Günther Kammerer, Claus Rothlehner, Heidrun Groß und Josef König. Zu Ersatzdelegierten wurden gewählt: Wolfgang Hiergeist, Sigmund Stieber, Markus Dandorfer, Dominik Heuwieser und Olaf Lebelt.


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