„B15n zügig bis Rosenheim bauen“

FDP-MdB´s Gerhard Drexler und Sebastian Körber wenden sich in Briefen an Bundesverkehrsminister und Bayerns Innenminister

Landshut – Die beiden FDP-Bundestagsabgeordneten Gerhard Drexler (Freyung) und Sebastian Körber (Forchheim) haben sich für einen zügigen Ausbau einer Nord-Süd-Verbindung zwischen Regensburg über Landshut nach Rosenheim ausgesprochen. „Der Weiterbau der B15neu muss rasch geschehen“, forderten die beiden MdB´s am Freitagabend bei einer Veranstaltung der FDP Landshut-Stadt.

In einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) machen sich die beiden liberalen Bundestagsabgeordneten für die zügige und umweltgerechte Fertigstellung der Autobahnverbindung von der A93 über die A92 zur A8 stark. Die beiden FDP-Abgeordneten sprachen sich in ihren Vorträgen deutlich für höhere Investitionen zum Erhalt und weiteren Ausbau der Verkehrsinfrastruktur aus.
„Die von Peter Ramsauer und Horst Seehofer geforderte PKW-Maut ist dafür nicht notwendig“, betonte Sebastian Körber. „Die Autofahrer bezahlen heute jährlich ca. 53 Milliarden Euro an Kfz-Steuern und Mineralölsteuern. Diese Summe sollte angesichts der derzeit sprudelnden Staatseinnahmen ausreichen, um notwendigste Hausaufgaben im Bereich der Verkehrsinfrastruktur zu erledigen“, so Körber weiter. Zudem sei es offensichtlich, dass der Vorschlag aus dem CSU-Lager, mit der geplanten Abgabe lediglich ausländische Autofahrer zu belasten, weder mit dem EU-Recht vereinbar ist noch einen nennenswerten Beitrag zur Finanzierung leisten könne, da diese tatsächlich im Jahresdurchschnitt lediglich vier bis sechs Prozent des Verkehrs auf den Autobahnen verursachen. Als „blanken Populismus und Wahlkampfpropaganda“ bezeichnete Körber demzufolge die Pläne des Regierungspartners.

Ein schnelle Sanierung der niederbayerischen Verkehrswege forderte Gerhard Drexler, der klar machte: „Wir brauchen den Aus- und Neubau des Straßen- und Schienennetzes“. „Die B15n als leistungsfähige Nord-Süd-Trasse ist für Bayern unverzichtbar und lange überfällig.“
Drexler kritisierte die verkehrsfeindlichen Grünen, die sich vehement gegen eine Weiterführung der B15n von Landshut nach Rosenheim aussprechen würden. Besonders im Visier hat Drexler den Grünen-Abgeordneten Toni Hofreiter: „Er steht nahezu überall Vorort an der Speerspitze der Gegner“, so der Freyunger Abgeordnete.

Verkehrsinfarkt Landshuts verhindern
Um einen Verkehrsinfarkt in Landshut zu verhindern, schlagen Alexander Putz und Bezirksrat Anton Deller vor, die B15neu kurzfristig südlich über die Isar bis zur Kreisstraße LA 14 zu führen. So lässt sich nach Ansicht der FDP ein Teil der zusätzlichen Verkehrsströme von der Konrad-Adenauer-Straße auf die LA14 verlagern. Die nördliche Anbindung des Wohngebietes Auloh, des Messeparks, der Hochschule und der B299 könne über diese De-facto-Ostumgehung aufgenommen werden. Diese Idee soll von den Liberalen im Landshuter Stadtrat eingebracht werden, so Stadtrat Norbert Hoffmann.

Auf die Wichtigkeit der B15neu für die regionale Wirtschaft wies FDP-Kreisvorsitzender Alexander Putz hin. Im Raum südlich von Landshut seien zahlreichen Unternehmen wie die Dräxlmaier Group oder die Flottweg AG angesiedelt, die in der Championsleague mitspielen, aber immer noch über Kreisklasse-Straße erreichbar sind. „Dieser Zustand ist nicht länger hinnehmbar“, so Putz. Dies bestätigte der Vertreter der Initiative „Pro B15n“, Fritz Colesan, Vorstandssprecher der Flottweg AG.

Die zwei Bundestagsabgeordneten diskutierten mit Alexander Putz, Kreisvorsitzenden der Landshuter FDP, Bezirksrat Toni Deller (Ergolding), Landtagskandidatin Nicole Bauer (Velden) und Bundestagskandidat Markus Sponbrucker (Rottenburg).

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Bildtext:Die beiden FDP-Bundestagsabgeordneten Sebastian Körber (links) und Gerhard Drexler machen sich für einen zügigen Weiterbau der B15neu stark. Foto: privat.


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