„Bodenschonende Verlegung von Strom als mögliche Alternative zur geplanten Stromtrasse“

FDP Landshut-Land besucht die Firma Walter Föckersperger GmbH

FOECK ist ein Familienunternehmen der dritten Generation, das durch einen hohen Innovationsgrad, extrem hohe Fertigungstiefe und durch kontinuierliches Wachstum geprägt ist. Dazu wurde die Technik stetig weiterentwickelt und den Herausforderungen angepasst“, betonte Geschäftsführer Walter Föckersperger und sein Bruder Bernhard Föckersperger. „Und das wollen wir auch in Zukunft fortsetzen.“ Daher werde man stetig in den Pauluszeller Standort des Familienunternehmens investieren, wie der Kreisvorstand der FDP Landshut-Land mit ihrer Kreisvorsitzenden Nicole Bauer bei ihrem Firmenbesuch erfuhr. Erst in 2015 wurde die Walter Föckersperger GmbH auf dem deutschen Mittelstandsgipfel in Essen als eines der innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstandes ausgezeichnet.

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Im Bild: Kreisverband der FDP Landshut-Land mit Leiter der Planung und der Geschäftsprozesse der Firma Walter Föckersperger GmbH Bernhard Föckersperger (4.v.l.), JuLis Bezirksvorsitzender Michael Deller (5.v.l.), Geschäftsführer Walter Föckersperger (7.v.l.), Kreisvorsitzenden und Landesvorstandsmitglied Nicole Bauer (8.v.l.) und Bezirksrat Toni Deller (9.v.l.).

Landkreis Landshut – Als Hersteller von Spezialmaschinen entwickelt die Walter Föckersperger GmbH seit 1931 innovative Systeme für das grabenlose Verlegen von Kabeln und Rohren. Mit ihren hochleistungsfähigen Verlegesystemen ist das Familienunternehmen (20 Mitarbeiter) aus Pauluszell weltweit sowohl Innovations- als auch Weltmarktführer mit mehr als 55 jähriger Erfahrung in ihrem Segment. Ihre Verlegesysteme bestehen aus einem Verlegepflug und 1-2 Zugmaschinen.

Von Australien bis Kanada – Bodenschonende Verlegung von Strom, Wasser und Gas

Rund 380.000 Kilometer Rohrleitungen wurden inzwischen mit ihren Maschinen rund um den Globus im Erdreich verlegt. Dabei wird bodenschonend vorgegangen. Die Spezialmaschinen baggern den Boden nicht auf, um dann die Leitungen und Rohre einzugraben. Stattdessen pflügen sie den Boden mit einem schmalen „Verlege-Schwert“, weiten ihn bis zu 2,50 Meter Tiefe auf und betten dann die Leitungen in das Erdreich ein. Die entstandenen Einschnitte im Boden füllen sich wieder mit den Sedimenten aus dem jeweiligen Erdreich und es findet keine Durchmischung des Bodens statt – anders als beim Baggern, erklärte Walter Föckersberger. Dieses Vorgehen beuge auch spätere Ertragsausfälle in der Landwirtschaft vor.

Aufgrund Ihrer hohen Flexibilität eigne sich das Tandem aus Zugfahrzeugen und Verlegepflug mit einer Zugkraft bis zu 380 Tonnen für fast alle Bodenarten, führte Bernhard Föckersperger weiter aus: Selbst bei einer Wassertiefe von 1,80 Meter können Kabel und Rohre noch in einer Tiefe von 1,80 Meter im Grunde des Gewässers verlegt werden. Weiche Böden, wie Moorgebiete oder Watt, seien ebenso wie felsige Böden kein Probem für die FOECK Verlegesysteme. „Rohre bis zu 63 Zentimeter Durchmesser können „schnell und preiswert“ verlegt werden“, unterstrich Geschäftsführer Walter Föckersperger. Diese Größe sei vor einigen Jahren noch unvorstellbar gewesen.

Diese innovative und umweltschonende Verlegetechnik biete sich in den Augen der FDP möglicherweise auch als Alternative zu den geplanten neuen Stromtrassen und für den Breitbandausbau an. Die FDP fordert deshalb eine umfassende und transparenten Prüfung der bodenschonenden sowie preiswerten Verlegung von Strom und Glasfaser unter der Erde.

Für Ausschreibungen der Kommunen fordert die Kreisvorsitzende Nicole Bauer, dass künftig die Bezuschussung der Bagger-, Pflüge-, Fräs- und Horizontalbohrarbeiten unabhängig von der Technologieart geschehen sollte. „Auch Planungsbüros dürften nicht weiter anteilig an Baukosten kommunaler Objekte beteiligt werden, sondern man müsste stattdessen vorab einen gewissen Maximalbetrag vereinbaren,“ applierte Bauer. Dies leiste einen Beitrag, dass künftig effizienter mit Steuergelder umgegangen wird.

Abschaffung der Erbschaftssteuer ist überfällig

Auch bezüglich der Abschaffung der Erbschaftssteuer ist man sich einig. Die geplante Erhöhung und Beibehaltung der Erbschaftssteuer für Familienunternehmer gehe voll zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit. „Der Staat gewinnt mit dieser Erbschaftssteuer vielleicht etwas Geld, Bayern verliert aber vielmehr, wenn durch diese Neuregelung unsere weltweit einzigartige mittelständische Wirtschaftsstruktur geschwächt wird“, so die Kreisvorsitzende und Landesvorstandsmitglied Nicole Bauer.

Die Vertreter der FDP Landshut-Land zeigten sichtlich beeindruckt über das hoch innovative Familienunternehmen.


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